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Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden



Sat Bastet offline
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Betreff: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 04.10.2017 - 21:06 Uhr  -  
Hallo zusammen ...

Ahram-Online meldet heute:

Archäologen entdecken das bisher größte jemals gefundene Obelisken-Fragment Ägyptens aus dem Alten Reich

Die schweizerisch-französische archäologische Mission an der Saqqara-Nekropole, die von Professor Philippe Collombert von der Universität Genf geleitet wurde, hat den oberen Teil eines Obelisken ausgegraben, der der Königin Ankh-nes-pepy II., der Mutter des Königs Pepy II. gehörte. (Um 2350 v. Chr. - 6. Dynastie, AR)

Collombert sagte, dass der Teil des Obelisken, der ausgegraben wurde, aus roten Granit gehauen wurde und 2,5 Meter hoch ist. Somit wäre es das größte Fragment eines Obelisken aus dem Alten Reich, das bisher entdeckt wurde.

"Wir können abschätzen, dass die volle Größe des Obelisken ehemals etwa fünf Meter betrug, als er noch intakt war ", sagte er.
Mostafa Waziri, Generalsekretär des Obersten Rates der Antiquitäten, sagte Ahram Online, dass das Artefakt an der östlichen Seite der Pyramide, bzw. des Begräbniskomplexes der Königin gefunden wurde. Was vermuten lässt, dass er wahrscheinlich von seinem ursprünglichen Standort am Eingang ihres Begräbnistempels entfernt wurde .

"Die Königinnen der 6. Dynastie hatten gewöhnlich zwei kleine Obelisken am Eingang ihres Grabtempels. Aber dieser Obelisk wurde etwas weiter weg vom Eingang des Grabkomplexes von Ankh-nes-pepy II. gefunden", so sagte Waziri. Das deutet darauf hin, dass er vielleicht von Steinschneidern aus einer späteren Zeit weggeschleppt worden sein könnte.

Die meisten Nekropolen wurden ja als Steinbruch während des Neuen Reiches und der späten Perioden verwendet.

Waziri sagte, dass der Obelisk auf der einen Seite eine Inschrift trägt. Der Anfang weist auf den Titel und den Namen der Königin Ankh-nes-pepy II. hin.

"Sie ist wahrscheinlich die erste Königin, die überhaupt Pyramidentexte in ihrer Pyramide anbingen ließ. ", sagte Waziri.
Vor ihr, waren solche Inschriften nur in den Pyramiden der Könige verwendet worden. Nach Ankh-nes-pepy II. haben weitere Frauen von König Pepy II. das gleiche getan.

Collombert sagt, dass es an der Spitze des Obelisken eine kleine Vertiefung gibt, die anzeigt, dass das Pyramidion (die Spitze) mit Metallplatten bedeckt war. Vermutlich bestanden diese aus Kupfer oder Goldfolie, um damit zu erreichen, dass die Spitze des Obelisken in der Sonne glitzerte.

Das Hauptziel der Mission, die 1963 von Jean-Philippe Lauer und Jean Leclant gegründet wurde, besteht darin, die Pyramidentexte des Alten Reiches zu studieren.

Seit 1987 hat die Mission auch die Königinnen-Pyramiden der Nekropole um die Pyramide von Pepy I. ausgegraben.

In diesem Jahr setzt die Mission die Arbeit an dem Grabkomplex der Königin Ankh-nes-pepy II., der bedeutendsten Königin der 6. Dynastie, fort.

Ankh-nes-pepy II. war mit Pepy I. verheiratet, und nach dessen Tod heiratete sie Pepy I.'s Sohn Merenre - den er gemeinsam mit ihrer Schwester Ankh-nes-pepy I. hatte.

Ankh-nes-pepy II. gebar den zukünftigen König Pepy II. Merenre starb bereits, als Pepy II. erst etwa sechs Jahre alt war.

Ankh-nes-pepy II. wurde dann Regent(in) und somit der wirksame Herrscher des Landes. Sie ging jedoch nicht so weit, Pharao zu werden, wie es Hatshepsut später tat.

"Das erklärt wahrscheinlich, warum ihre Pyramide die größte der Nekropole nach der Pyramide des Königs selbst ist", sagte er.

Bilder dazu findet Ihr unter obigem Link von Ahram-Online.

Mit Grüßlis von ...
Basti
Dieser Post wurde 2 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 04.10.2017 - 21:09 Uhr von Sat Bastet.
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Nefer offline
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Betreff: Re: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 05.10.2017 - 17:45 Uhr  -  
Hallo liebe Sat-Bastet,

vielen Dank für die Zusammenfassung des Artikels von Ahram-Online und die Übersetzung ins Deutsche. Die Höhe des gefundenen Teil des Obelisken ist in der Tat sehr groß (mit einer heutigen Höhe von 2,5m und einer wahrscheinl. Höhe von einstmals etwa 5 m - als er noch intakt war)

Zitat
Waziri sagte, dass der Obelisk auf der einen Seite eine Inschrift trägt. Der Anfang weist auf den Titel und den Namen der Königin Ankh-nes-pepy II. hin.

Die Titel von Ankhenespepy II./Anchnesmerire II. waren: sA nTr mwt-nsw Hmt-nsw wrt Hts
Königstochter, Königsmutter, Königsgemahlin, die Große des Szepters.

Der gesamte Grabkomplex rund um den Pyramidernbezirk der königlichen Gemahlinnen Pepi I. ist sehr interessant (südlich der Pyramide von Pepi I.), weil man bei Grabungsbeginn mit zwei oder drei Königinnenpyramiden gerechnet hatte, man aber bis heute neun Pyramiden gefunden hatte (siehe SOKAR Nr. 30). Am Hofe von König Pepi I. lebten zwei Frauen, welche den gleichen Namen "anx-n=s - Ppj / Mrj-Ra anx.n.s (es gibt hier verschiedene Schreibweisen) trugen und auch die teilweise die gleichen Titel. Das Grab von Ankh-nes-pepy I. wartet noch auf seine Entdeckung.

Das beide Frauen Schwestern waren, geht aus einem Türpfosten des Grab des Dawaus dem Bereich des Abydostempels von Pepi II. (siehe Türpfosten des Daw (Kairo CG 1431) hervor. (siehe die Königsmütter des Alten Reiches von S. Roth). Dort auf dem Türpfosten wurden 5 Kolumnen mit Titeln und Darstellungen der Königsmütter Anchnes-meri-re II. und Ankh-nes-pepy I. sowie ihres Bruders gefunden. Aus dem Türpfosten geht hervor, dass beide Schwestern bürgerlicher Herkunft waren, denn es werden auch ihre Eltern genannt, den Iri-pat und Hati-a, Gottesgeliebten und Ehrwürdigen vor dem Großen Gortt, #wj und die xkr.t nswt Nb.t

Wenn die Archäologen jetzt dort weiter graben, finden sie möglicherweise auch das Grab der der Königin Ankh-nes-pepy I., die ebenfalls Mutter eines Königs war (Merenre ?). Das alles ist ziemlich verwirrend - denn beide Damen waren mit Pepi I. verheiratet - die erstere (I.) war die Mutter König Merenre (I.), den dann ihre Schwester (II.) nach dem Tode von Pepi I. heiratete und ihm dem Sohn Pepi II. gebar (somit müßte der Vater von Pepi II. Merenre I. gewesen sein - nach Dodson allerdings noch Pepi I. als Vater 2004 ?). Damit hätte also Anchnes-pepi II. ihren Neffen geheiratet.....(wenn ich mich nicht irre ?)

Bin ja mal gespannt, was die Archäologen da noch weiter aus dem Sand von Saqqara "herausbuddeln". :D

LG
Nefer
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 05.10.2017 - 17:47 Uhr von Nefer.
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Sat Bastet offline
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Betreff: Re: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 22.10.2017 - 13:20 Uhr  -  
Hallo zusammen ...


Hallo, Nefer ...

Oha! Wie ich zugeben muss, "strapazieren" mich die manchmal ziemlich verworrenen Familienverhältnisse bzw. Generalogien ... wo verschiedene Personen mit (fast) gleichem Namen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten untereinander verheiratet waren und Kinder hatten ... immer ein bisschen. O-) Vielleicht habe ich dazu aber auch einfach zu wenig Geduld? Darum staune ich immer wieder, wie schön und verständlich Du die familiären Verhältnisse dieser Herrschaften "aufdröselst" und zuordnest ...

Wie oben zu lesen ... habe ich vor ein paar Tagen hier bereits berichtet, dass in Sakkara neue Entdeckungen gemacht wurden. Es handelte sich dabei um die Spitze eines Obelisken, … der, den freigelegten Inschriften nach ... möglicherweise zum Grabkomplex der Königin Ankh-nes-pepy gehört hat und der evtl. schon in der Antike von Steinmetzen zwecks anderweitiger Verwendung von seinem ursprünglichen Standplatz entfernt wurde.

Nun gibt es dort schon wieder Neuigkeiten, wie Ahram-Online berichtet.

Zitat
Ein französisch-schweizerisches Archäologenteam hat den Kopf einer Holzstatute der Königin Ankh-nes-pepy II (aus der 6. Dynastie, Alten Reiches, um 2350 v. Chr.) entdeckt und in der Nähe ihrer Pyramide im Saqqara-Gebiet in Gizeh ausgegraben.
Mostafa Waziri, Generalsekretär des Obersten Rates der Altertümer, sagte gegenüber Ahram Online, dass dieser Kopf mit seinen ungefähr 30 cm fast lebensgroß ist. Die Ohren sind mit Holzohrringen verziert.

Professor Philippe Collombert, der Leiter der Mission der Universität Genf, sagte, dass der Kopf in einer gestörten Schicht östlich der Pyramide der Königin in der Nähe des Gebiets gefunden wurde, in dem auch dieser Woche schon das Pyramidion entdeckt wurde.

Die Mission habe in den letzten zwei Wochen den oberen Teil eines Granit-Obelisken, der zum Begräbnis-Tempel der Königin gehören könnte, sowie die Pyramide einer möglicherweise unentdeckten Satellitenpyramide entdeckt.

Collombert sagte, dass der Kopf in keinem gutem Zustand ist und einer Restaurierung und Dokumentation unterzogen werden muss.

"Es ist ein viel versprechendes Gebiet, das bald mehr Geheimnisse enthüllen könnte", sagte Waziri gegenüber Ahram Online und fügte hinzu, dass die Mission darin besteht, ihre Ausgrabungen fortzusetzen, um die Satellitenpyramide und den Rest ihres Grabkomplexes und ihrer Sammlung zu entdecken.



Fotos des Köpfchens sind über den obigen Link (oder hier) zu erreichen und zu bewundern.

Wenn auch der Erhaltungszustand des Fundstückes, wie Professor Philippe Collombert mitteilte, bedauerlicherweise nicht optimal ist, so kann man sich dennoch ... und ohne viel Fantasie ... gut vorstellen, dass die Königin einmal ein recht "ansehnliches Frauenzimmer" gewesen muss. Sie könnte sich mit Sicherheit durch ihre natürliche Schönheit mit vielen der heutigen (und nicht selten durch Operationen "optimierten") Models messen und diese noch dazu neben sich ziemlich "blass aussehen" lassen. ... Persönlich bin ich ja sowieso ein begeisterter Fan des AR, weil ... sowohl die einzelnen Schriftzeichen, als auch die Figuren, die Körper und die Gesichter der Menschen durch ihre zwar relativ schlichte aber überaus kunstfertige Darstellung so gediegen und vornehm an eine Zeit erinnern, die für uns heute beinahe unvorstellbar weit weg liegt. Es ist einfach immer wieder faszinierend für mich, in Gesichter von Menschen zu blicken, die vor so langer Zeit tatsächlich einmal gelebt haben und die fest daran glaubten durch diese Bilder und Texte, im Jenseits... bzw. selbst darüber und über ihre Zeit hinaus ... "unsterblich" zu sein. Das "verrückte" daran ist, dass ... ihr Wünschen und Streben in gewisser Weise tatsächlich in Erfüllung gegangen ist.

(Anmerkung: Vermutlich wird aus unserem Zeitalter ... trotz aller (vermeintlich) hoch entwickelten Technik ... mit PC's, Disketten, CD´s und weiß der Himmel noch, was für raffinierten digitalen Speichermöglichkeiten, die da noch kommen werden, ... in 4000 Jahren kaum noch etwas an uns erinnern ... Ganz einfach, weil "die Dinger" dann wahrscheinlich keiner mehr lesen oder auswerten kann. Nun ja, ... möglicherweise ist das jedoch auch kein sooo großes Drama, denn ... stellt Euch mal vor, die finden einen Gipskopf von Trump und Co. ... O-) ... und schlussfolgern daraus, dass wir evtl. alle so ausgesehen haben könnten ... :ninja: )

Mit vielen Grüßen ... wie immer ...
Sat Bastet ;-)
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 22.10.2017 - 13:23 Uhr von Sat Bastet.
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Lutz versteckt
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Betreff: Re: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 22.10.2017 - 15:00 Uhr  -  
Bleibt anzumerken das die Ausgräber selbst wohl noch nicht wirklich von der Zuweisung / Datierung "Anchesenpepy II / Altes Reich" durch das Ministerium für Altertümer überzeugt sind ...

" Une découverte qui fait tourner les têtes " (19.10.2017)

Eine alternative Datierung in die Zeit des Neues Reiches (18. Dynastie) scheint nach Vergleich mit ähnlichen Objekten (Lauer, 1936 / Zivie, 1985) anhand stilistischer Merkmale (der lange schlanke Hals, die sehr grossen scheibenförmigen Ohrringe) durchaus als möglich.

Gruss, Lutz.
"Laien haben die Arche gebaut ... Profis die Titanic." (Timo Wopp, Kabarettist)
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 22.10.2017 - 15:35 Uhr von Lutz.
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Sat Bastet offline
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Betreff: Re: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 22.10.2017 - 17:10 Uhr  -  
Hallo, Lutz ...

Jaaa... ich muss zugeben ... besonders die scheibenförmigen Ohrringe haben mich ... aller Bewunderung für das AR zum Trotz ... und bezüglich des anfänglich geäußerten "Verdachtes" und einer vermutlichen Datierung in Richtung auf das AR, auch ein bisschen "befremdet" ... Aber, was weiß ich schon? Da muss man sich vielleicht dann doch eher auf die Meinung von Archäologen einlassen, die solche Stücke häufiger in Händen halten dürfen, als unsereins in Museen oder Fotos zu Gesicht bekommen ... Na, schauen wir mal, was man davon in Zukunft vielleicht noch zu hören bekommt. Danke für den Link!

Mit Grüßlis ...
Sat Bastet
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Lutz versteckt
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Betreff: Re: Fragment des bisher größtern Obelisk des AR in Sakkara gefunden  -  Gepostet: 22.10.2017 - 20:15 Uhr  -  
Eine Datierung des Kopfes in die Zeit des Neuen Reiches wird mit Blick auf ähnliche Funde aus Grabungen in Saqqara doch sehr wahrscheinlich :

Alan Zivie : Découverte à Saqqarah - Le vizir oublié (1990). - Seite 12.

Grabung Jean-Philippe Lauer (Publ. in : ASAE 39. - 1939. - S. 450, Pl. LXX). Zwei Ansichten dieses Kopfes auf "Getty-Images" :

Female head, Wood, Saqqara, New Kingdom, Dynasty XVIII (Frontal)

Female head, Wood, Saqqara, New Kingdom, Dynasty XVIII (Seite)

Gruss, Lutz.
"Laien haben die Arche gebaut ... Profis die Titanic." (Timo Wopp, Kabarettist)
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