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4000 Jahre altes Grab einer Priesterin in Giza gefunden



Nefer offline
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Betreff: 4000 Jahre altes Grab einer Priesterin in Giza gefunden  -  Gepostet: 04.02.2018 - 14:38 Uhr  -  
Wie in verschiedenen Quelle - u. a. Spiegel Online, Ahram Online, BBC News und Luxor times - gemeldet wird, hat der ägyptische Minister für Altertümer Khaled El-Enany bei einer Pressekonferenz, die gestern auf dem Westfriedhof von Giza stattfand, die erste neue ägyptologische Entdeckung des Jahres 2018 bekanntgegeben.

Im Oktober letzten Jahres (2017) wurde bei Ausgrabungen auf dem westlichen Friedhof von Gizeh, die unter Leitung der ägyptischen Archäologischen Mission (Leiter Dr. Mostafa Waziry, Generalsekretär des SCA) steht, ein 4000 Jahre altes Grab entdeckt, das einer Frau namens Hetepet (Ranke, Personennamen I, 260, 13; II, 380) gehört. Das Grab stammt aus dem Alten Reich (5./6. Dynastie). Hetpet war eine Priesterin für Hathor, die Fruchtbarkeitsgöttin und trug den Titel "Bekannte des Königs" (rxt-nsw) und hatte enge Beziehungen zum ägyptischen Königshaus. Das Grab ist wunderschön dekoriert und reich an exklusiven Themen, u. a. Szenen mit zwei Affen, die Früchte essen und tanzen. Hetepet hat lt. den Meldungen ungefähr 2.400 v. Chr. gelebt und ist in ihrem Grabmal sowohl auf der Jagd als auch auf dem Fischfang und an einem Tisch sitzend dargestellt, wo sie von ihren Kindern Opfergaben erhält. Das Grab enthält auch einen Schrein mit einem Reinigungsbecken und Orte, wo Weihrauch und Opfergaben gehalten werden konnten

Wie der ägyptische Minister mitteilte, wurden Blöcke des Grabes schon im Jahre 1909 von einem britischen Entdecker ausgegraben und nach Berlin und Frankfurt (Liebighaus) geschickt.

Im Liebieghaus-Katalog (Skulptur, Malerei, Papyri und Särge - Ägyptische Bildwerke Bd. III 1993, Verlag Gutenberg, Melsungen, S. 11) befindet sich eine sehr genaue Beschreibung und Abbildung (s/w) einer Scheintür (Inv. Nr. 722) aus Kalkstein der Hetepet. Lt. Katalog wurde sie 1909 mit der Sammlung Kaufmann und den Ausgrabungsfunden der "Menas-Expedition übernommen. Bei der Veröffentlichung des Katalogs war der im letzten Oktober entdeckte Grabbau der Hetepet noch nicht bekannt. Weitere Blöcke der Grabwand sollen sich im Museum Berlin befinden.

Auf der Liebieghaus-Scheintür befinden sich Darstellungen der Hetepet sowie ihrer Eltern - wobei diese zwar mit "ihre Mutter" und "ihr Vater" benannt werden, aber ohne Angabe des Namens, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass das Grab nicht fertiggestellt wrude.

Auffällig und wohl auch ungewöhnlich für diese Epoche ist, dass Hetepet auf der Darstellung der Scheintür (vor dem Opfertisch) ein

Zitat
"....enganliegendes, bis zu den Knöcheln reichendes Leopardenfellgewand - meistens als Pantherfell bezeichnet (Störk 1980) trägt, das ihre rechte Schulter freilässt. Die Knotenenden der Gewandschließe hängen über ihre linke Schulter (Staehelin 1966)"
.

Interessant ist auch, dass bislang im Grab sowie auf der Scheintür keinerlei Hinweise auf einen Ehemann gefunden wurden - was für das Alte Reich (nicht-königliche-Gräber) sehr ungewöhnlich ist. Vielleicht ist es damit zu erklären, dass Priesterin der Hathor nicht heirateten?

Bild: Scheintür der Hetepet, Liebieghaus-Museum, Frankfurt/M. . Wikimedia commons, public Domain

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